Jodel: Der neuste Trend auf deinem Campus

„Jodel“ ist der neuste Trend für Studenten an deutschen Universitäten. Mit der anonymen Kommunikationsapp bist du immer auf dem neusten Stand. Ob Events, Neuigkeiten oder was gerade in der Vorlesung passiert, hier erfährst du zu jeder Zeit, was an deiner Uni oder in deiner Nähe gerade los ist.

„Jodel“ ist eine bunte, farbenfrohe App, mit der sich Studenten anonym austauschen können. Vier Freunde hatten die Idee, ein Kommunikationssystem zu erfinden, mit dem man sich mit Menschen in einem bestimmten Umkreis unterhalten kann. „Jodel“ ist noch sehr jung und existiert erst seit zwei Jahren, aber die Mitarbeiter sind fleißig dabei, immer neue Funktionen zu testen und zu entwickeln. So wird zum Beispiel gerade in Berlin die Channelfunktion getestet. „Jodel“ funktionierte bisher immer über einen Mainfeed, in dem jeder Nachrichten, Sprüche oder Bilder posten kann. Neu ist jetzt, dass man Gruppen gründen kann, um sich über seine Interessen auszutauschen. Wie zum Beispiel der Serienchannel, wo sich über die besten Serien oder die neusten Folgen ausgetauscht wird.

Jodel: Die wichtigsten Regeln

Das Wichtigste an „Jodel“ ist das Karma. Wer sich die App neu heruntergeladen hat, startet mit 1000 Karma. Jeder Beitrag kann Upvotes oder Downvotes erhalten, für die dem Jodler zehn Karmapunkte geschenkt oder abgezogen werden. Auch wenn man selbst „Jodel“ bewertet, bekommt man zwei Punkte. Bei einer Zahl von -5 Votes wird ein Jodel gelöscht und kann nicht mehr gesehen werden. Dadurch entsteht eine Selbstjustiz, die von den Jodlern durchgesetzt wird. Hasskommentare und Mobbing werden durch rasante Downvotes betraft und der Jodel somit gelöscht.

„Jodel“ hat mittlerweile weit über eine Million Nutzer und die Zahl steigt stetig weiter. Die Community hat teilweise sogar eine eigene Sprache entwickelt. Dort werden Katzen zum Beispiel als „Gadsen“ bezeichnet. Andere Tiere mit Fell werden nach einer typischen Eigenschaft benannt und das Wort „Gadse“ wird angehängt. So entstehen dabei die Bezeichnungen „Bellgadse“ für Hund oder „Hoppelgadse“ für Kaninchen.

Ein weiteres Beispiel ist die Bezeichnung Paulaner oder Warsteiner unter einem Jodel. Dabei wird festgestellt, ob die erzählte Anekdote der Wahrheit entspricht, also ein Warsteiner ist, oder frei erfunden wurde und ein Paulaner ist. Dabei bekommt der Spruch „Geschichten aus dem Paulaner Garten“ eine ganz neue Bedeutung.

Die am häufigsten benutzte Bezeichnung wird jedoch der Name „Manni“ sein. „Manni“ ist ein universeller Name um Busfahrer oder andere Fahrer des öffentlichen Nahverkehrs zu benennen. So werden über Jodel auch lustige „Manni-Geschichten“ erzählt, die Menschen im Bus oder in der Bahn erlebt haben.

Auch ist es wichtig, falls Hashtags benutzt werden, dass es immer drei sind. Sollte einem der Dritte nicht einfällt, wird zur Not einfach #3 geschrieben.

Die bekanntesten „Dudes“

Ein weiterer Vorteil der neuen Channelfunktion ist, dass man bestimmten „Dudes“ einfacher folgen kann. „Dudes“ werden von der Community ernannt. Das heißt, sie machen durch ein bestimmtes Merkmal auf sich aufmerksam und besitzen einen Wiedererkennungswert.

 

Einhorndude mit Pizza.
Das Lieblingsgericht des Einhorndudes: Pizza.

Der berühmteste „Dude“ ist wohl der „Einhorndude“. Er hat im Mainfeed auf sich aufmerksam gemacht, indem er immer seine Füße mit Einhorn-Hausschuhen gepostet hat. In seinem Channel, in dem er immer wieder bildreiche Updates über seine täglichen Aktivitäten postet, wird oft nach seinem Aussehen gefragt. Als Antwort bekommt man nur einen Einhorn-Hausschuh, denn das wahre Aussehen des „Einhorndudes“ ist ein Mysterium. Die Bilder mit den Einhorn-Hausschuhen haben schon einen richtigen Kultstatus auf Jodel und die Fangemeinde des „Einhorndudes“ wächst rege weiter. Er selbst sieht keinen Nachteil in seinen Verpflichtungen, jeden Tag ein Update zu jodeln. Nur seine Anonymität ist ihm sehr wichtig.

 

Enton besucht den Fernsehturm.
Enton besucht den Fernsehturm.

Ein weiterer sehr bekannter „Dude“ ist wohl der „Entondude“. Sein Wiedererkennungswert sind Bilder mit dem Pokemon Enton in allen Lebenslagen. Ob beim Kaffeetrinken, Kochen oder unterwegs in Berlin, immer wieder gibt es ein Entonupdate. Die Ansprüche der Community sind hoch, doch die des „Entondudes“ selbst noch viel höher. Er hat es sich zu Aufgabe gemacht, dass sich kein Bild doppelt und sucht deshalb Tag für Tag nach neuen Motiven. Nebenbei studiert der „Entondude“ noch, trotzdem gehört es für ihn mittlerweile dazu, sich jeden Tag um sein Enton zu kümmern.

 

 

Fetti die Katze: Eine Berühmtheit auf Jodel.
Fetti die Katze: Eine Berühmtheit auf Jodel.

Eine weitere bekannte Persönlichkeit ist „Fetti“, die Katze. Oder auch Gadse, wie es in Jodel immer geschrieben wird. „Fetti“, die in Wirklichkeit Lilly heißt, bekam ihren Namen, wie alle anderen „Dudes“ auch, von der Community. Sie hat ein kleines Gewichtsproblem und ein unglaublich dickes Fell. Zunächst war sie die beliebteste Katze im Gadsenchannel, doch die Stimmen nach einem eigenen Channel wurden immer lauter. Mittlerweile hat „Fetti“ über 200 Follower. Fettis Besitzer, von der Community liebevoll „Fettimeister“ genannt, versucht regelmäßig Bilder zu posten. Mittlerweile verbreitet sich „Fetti“ auch über andere Social Media Kanäle. Sie besitzt einen Instagram Account und einen Youtube-Channel. „Fetti“ selbst bekommt von dem ganzen Rummel nicht viel mit, da sie am liebsten ein Schläfchen hält.

 

Du hast Spaß daran, dich mit Leuten aus deiner Umgebung zu unterhalten und willst mehr von „Fetti“ und den „Dudes“ hören? Dann schnell zu „Jodel“. Viel Spaß beim Karma sammeln!

Geschrieben von
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2 Comments

  • Na endlich auch was von Luisa. Freut mich es gelesen zu haben. LG Papa
    PS: ich bin allerdigs etwas zu alt um mich intensiver mit diesem Medium zu beschäftigen.
    Ich wünsche weiterhin viel Erfolg für das Radarmagazin. Es sind wirklich sehr schöne Beiträge.

  • Witzige Art miteinander zu kommunizieren, ohne seine eigene Identität zu stark in die Öffentlichkeit zu bringen. Find ich ne tolle Sache , über ein Pseudonym, was man schon immer gerne sein wollte. Denk mir was Witziges aus.
    L.G. Edita

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