Limonade aus der Kaffeefrucht – die neue Mate?

Kaffeefrucht
Caté - Koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk aus der Kaffeefrucht (Foto: Melody Hansen)

Wer in Berlin durch den Tag kommen will, kennt sie auf jeden Fall: Mate ist hier ein ständiger Begleiter. Die koffeinhaltige Limonade auf Matetee-Basis gibt es in jedem Späti und Supermarkt zu kaufen. Wir haben einen Trend entdeckt, der sich als echte Konkurrenz herausstellt: Limonade aus der Kaffeefrucht.

Wir waren für euch auf der Veggie-World in Berlin unterwegs, eine vegetarische Messe mit den aktuellsten Food-Trends. Noch mit einer Mate in unseren Taschen stöbern wir durch die einzelnen Stände, als uns „selosoda“ auffällt. Der Stand wirbt mit Limonade aus der Kaffeefrucht. Neugierig nehmen wir die Probierbecher entgegen. Überraschenderweise schmeckt „selosoda“ nicht nach Kaffee, sondern eher erfrischend herb. Später treffen wir auf einen Stand, der mit einem ähnlichen Produkt wirbt.“ Caté„, zwei junge Unternehmer aus Hamburg, stellen ebenfalls ein Erfrischungsgetränk aus der Kaffeefrucht vor. Spätestens hier ist unsere Neugier endgültig geweckt, was hat es mit diesem neuen Trend auf sich?

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Bastian und Bastian, die Hamburger Jungs hinter der Marke „Caté“ (Foto: Melody Hansen)

Wir unterhielten uns mit den Jungs und es stellte sich schnell heraus, dass es mehr ist als nur ein Energydrink. Die Kaffeefrucht umschließt die Kaffeebohne und ist der Teil der Pflanze, der bei der Kaffeeproduktion normalerweise entsorgt wird. Das vollkommen zu Unrecht, denn die Superfruit ist sehr wohlschmeckend und enthält zudem viele Antioxidantien – die unsere Zellen schützen, Vitamine und auch natürliches Koffein. Die Kaffeebauern wissen das schon längst, denn während der Ernte kauen sie die Frucht.

Leckeres Upcycling

Doch nicht nur der Geschmack und die Inhaltsstoffe sind ein Plus, sondern mit dem Konsum tut man auch noch etwas Gutes. Denn die Arbeit der Kaffeebauern wird plötzlich doppelt entlohnt, da sie auch das Fruchtfleisch der Kaffeepflanze verkaufen können. Dadurch wird die Verschwendung vormals ungenutzter Ressourcen gestoppt und Upcycling betrieben.

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„selosoda“: Erfrischung aus der Kaffefrucht, ohne Zuckerzusatz (Foto: Melody Hansen)

Der maßgebliche Unterschied zwischen „selosoda“ und „Caté“ besteht darin, dass „selosoda“ auf den Zusatz von Zucker verzichtet. Wir haben beides probiert und „Caté“ zu unserem persönlichen Geschmackssieger gewählt. Ähnlich wie bei der klassischen „Club Mate“ verwenden die Jungs wenig und hochwertigen Rohrzucker. Wer es jedoch lieber etwas herber und kalorienarmer mag, der sollte auch mal „selosoda“ probieren. Beide Produkte enthalten nur natürliches Koffein. In einer Flasche steckt in etwa ein doppelter Espresso.

„Selosoda“ ist in Berlins Cafés schon relativ etabliert, während die Jungs von „Caté“ erst neu auf dem Markt sind. Beide Limonaden sind allerdings in den jeweiligen Online-Shops erhältlich. Preislich nehmen sich beide Produkte nicht viel: man zahlt für sechs Flaschen um die 11 Euro.

Wer also nicht nur wach werden will, sondern auch noch nachhaltig konsumieren möchte, sollte die Kaffeefrucht-Limo auf jeden Fall probieren. Wir freuen uns schon darauf, den neuen Trend vielleicht bald in den Spätis zu entdecken.

Geschrieben von
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