#ThemenDerWoche 13.03.2017 – 19.03.2017

18. März 2017

Diese Woche ist wieder einiges passiert. Wir geben euch hier einen kleinen Überblick über ausgewählte Ereignisse, die uns in den letzten Tagen beschäftigt haben.

Am 13. März 2017 war der Höhepunkt des hinduistischen Holi-Fests. Auf den Straßen in Indien und Nepal bewerfen sich die Menschen mit Farbbeuteln und Wasser. Dabei werden die Worte „Holi Hai“, also „Frohes Holi-Fest" gerufen.
Die Feier symbolisiert das Ende des Winters und läutet den Frühling ein. Bis zu 10 Tagen dauert das Holi-Fest.

Mittlerweile hat sich das Fest in der Welt verbreitet und es werden Holi-Festivals veranstaltet. In New York, Paris, Berlin und anderen Städten feiern Menschen zu elektronischen Beats und bewerfen sich mit bunten Farbpulvern.

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Am 15. März 2017 wurden mehrere Twitter Accounts gehackt und identische Hetzbotschaften auf Türkisch verbreitet. Betroffen waren auch Prominente und andere größere Seiten wie zum Beispiel Boris Becker, Klaas Heufer-Umlauf, Welt, ProSieben und Borussia Dortmund. Jedoch wurde nicht nur deutschlandweit, sondern international gehackt. Unter anderem waren die Accounts von Amnesty International, BBC Nordamerika, Unicef USA ebenfalls betroffen.

Der verbreitete Tweet war in Türkisch, mit den Hashtags #Nazialmanya und #Nazihollanda versehen und enthielt einen Link zu einem Video, welches Erdogan bei verschiedenen Auftritten zeigt. Außerdem war ein Hakenkreuz und der Satz „Wir sehen uns am 16. April“ abgebildet.
Am 16. April findet in der Türkei das Referendum über das Präsidialsystem statt, welches Erdogan mehr Macht zusprechen würde.

Die unbekannten Angreifer hatten sich wahrscheinlich über Drittanbieter Zugriff zu den Accounts verschafft. Twitter Counter ist einer davon. Dieser Dienst stellt Statistiken zur Verfügung und hilft beim Verwalten des Accounts. Das Unternehmen gab auf Twitter bekannt, dass der Dienst gehackt wurde. Sie kündigten außerdem an, den Fall zu untersuchen.

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Am 15. März 2017 stoppte vorläufig ein US-Bundesrichter in Hawaii das neue Einreisedekret von Donald Trump.
Am Donnerstag sollte das umstrittene Einreiseverbot in Kraft treten.

Trump Unterstützer wollen daraufhin den Bundesstaat Hawaii boykottieren:

Jedoch finden nicht viele den Boykott schlimm und sehen die Situation positiv:

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Am 16. März 2017 wurde bei der Bundesbank in Frankfurt der neue 50 Euro Schein vorgestellt.

So wird er aussehen:

Die orange-braune Farbe ist etwas kräftiger. Es befindet sich ein transparentes Fenster auf beiden Seiten des Scheins, durch welches man ein Porträt der mythologischen Gestalt Europa sieht, wenn die Banknote gegen das Licht gehalten wird. Zusätzlich gibt es am Rand ein fühlbares Merkmal. Somit ist es für Menschen mit einer Sehschwäche möglich, die verschiedenen Scheine besser zu unterscheiden. Der fühlbare Rand war bisher nur bei den 200 und 500 Euro Scheinen zu finden. Die verbesserten Sicherheitsmerkmale sollen dafür sorgen, dass der 50 Euro Schein in Zukunft fälschungssicherer ist. Am 04. April 2017 soll er in Umlauf gehen.

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Am 15. März 2017 löschte die AfD das Bild mit einem Spieler von Hertha BSC auf Twitter. Am 11. März 2017 gewann Hertha BSC gegen Borussia Dortmund. Nach dem Spiel machte der AfD Abgeordnete und Partei Sportsprecher Frank Scheermesser ein Foto mit dem Spieler Marvin Plattenhardt. Das Bild wurde danach bei Twitter veröffentlicht.

Plattenhardt hätte nicht gewusst, mit wem er das Foto gemacht habe. Nachdem er wusste, dass das ein AfD Abgeordneter war, forderte er die Partei auf, das Foto zu löschen.

Jedoch wurde der Forderung nicht nachgegangen.
„Wir hatten die Partei gestern aufgefordert, den Tweet mit Marvin Plattenhardt bis 19 Uhr zu löschen. Das ist nicht geschehen, deshalb haben wir einen Anwalt eingeschaltet“, sagte Hertha Sprecher Marcus Jung am Dienstag.
Am Mittwoch hatte der Verein nach eigenen Angaben eine einstweilige Verfügung gegen die AfD erwirkt. Das Berliner Landgericht habe den Antrag stattgegeben, erklärte Jung am Mittwoch. Es geht dabei um die Verletzung der Persönlichkeitsrechte von Plattenhardt.
Letztendlich löschte die AfD am Mittwochabend den Tweet.

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Am 15. März 2017 verurteilte das Landgericht Halle den selbst ernannten „König von Deutschland“ Peter Fitzek zu drei Jahren und acht Monaten Haft wegen ungenehmigten Bankgeschäften und Untreue in besonders schwerem Fall. Seit Juni 2016 saß er in Untersuchungshaft.

Zwischen 2009 und 2013 soll der Reichsbürger in Wittenberg ohne die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Bankgeschäfte getätigt haben. Knapp 600 Menschen zahlten insgesamt rund 2,3 Millionen Euro in eine sogenannte Kooperationskasse ein. Davon hatte der 51-Jährige mindestens 1,3 Millionen abgehoben. Der Verbleib des Geldes ist unklar.

Den Untreuevorwurf hatte er zurückgewiesen. Die Gelder habe er nicht für sich selber genommen, er hätte die Gelder für das Gemeinwohl ausgegeben. „Sie Herr Fitzek, haben sich nicht für das Gemeinwohl eingesetzt, sondern das Geld für sich verwendet“, widersprach Mertens die vorsitzende Richterin.

Das Gericht war der Auffassung, dass Fitzek die sogenannten Vermögensbetreuungspflichten verletzte. Es gab keine ordentliche Buchhaltung und es wurde nicht dokumentiert, wofür das Geld verwendet wurde. Die Anleger hätten das Geld im Glauben eingezahlt, es auch wieder zurückzubekommen.

Während der Verhandlung gab es immer wieder Zwischenrufe von Fitzek und seinen circa 20 Anhängern, die im Gerichtssaal saßen.
Fitzek stand schon mehrfach vor Gericht. Unter anderem wurde er wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis in 27 Fällen verurteilt. Außerdem hatte er unerlaubt eine eigene Krankenversicherung betrieben und wurde deswegen zu einer Geldstrafe verurteilt.

Im Jahr 2012 gründete Fitzek in Wittenberg das sogenannte „Königreich Deutschland“. Er hatte sich selbst zum König gekrönt.

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Am 17. März 2017 reiste Angela Merkel zum ersten persönlichen Gespräch mit Donald Trump nach Washington ins Weiße Haus.
Es gab ein Gespräch unter vier Augen, ein Wirtschaftstreffen mit den Vorständen von Siemens, BMW und Schäffler, eine Pressekonferenz und ein gemeinsames Mittagessen.
Beide sprachen über verschiedene Themen und waren sich nur selten einig. Merkel und Trump betonten, wie wichtig die NATO sei. Außerdem sind der Kampf gegen den Terror und die Suche nach einer Lösung für die Ukraine Krise weitere bedeutende Punkte.
Beim Thema Flüchtlinge gingen die Meinungen weit auseinander. Trump sagte, dass die Einwanderung ein Privileg und kein Recht sei. Merkel hingegen vertrat die Ansicht, dass man den Flüchtlingen eine Lebensperspektive geben müsse.
Eine Szene wurde in den sozialen Medien viel diskutiert. Es gab im Oval Office kein Händeschütteln für die Kameras. Trump verweigerte den Handschlag.

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Am 17. März 2017 wurde der elfte Bundespräsident Joachim Gauck mit einem Großen Zapfenstreich im Schlosspark verabschiedet. Circa 600 Gäste und das halbe Bundeskabinett waren zu Ehren Gaucks erschienen.
Er durfte sich drei Lider von den Musikkorps der Bundeswehr wünschen:

Fünf Jahre war Joachim Gauck der Bundespräsident.
Am Sonntagnachmittag wird er im Schloss Bellevue Frank-Walter Steinmeier zur symbolischen Amtsübergabe empfangen.

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Das waren die #ThemenDerWoche. Wir sind gespannt was uns die nächsten Tage erwartet und stellen für euch nächste Woche Sonntag wieder einen kleinen Wochenrückblick zusammen.

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