#ThemenDerWoche 03.07.2017 – 09.07.2017

9. Juli 2017

Diese Woche ist wieder einiges passiert. Wir geben euch hier einen kleinen Überblick über ausgewählte Ereignisse, die uns in den letzten Tagen beschäftigt haben.

Seit dem 06. Juli 2017 können die beiden Pandas Meng Meng und Jiao Qing im Berliner Zoo besucht werden. Sie sind schon im Juni angekommen und wurden am Mittwochnachmittag "eingeweiht". Die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Chinas Staatspräsident Xi Jinping waren vor Ort. Die Panda-Bären sind eine kostenpflichtige Leihgabe Chinas. Sie gehören zu einer vom Aussterben bedrohten Art.
Im Berliner Zoo leben die beiden in einem circa zehn Millionen Euro teuren neuen Gehege. Zurzeit hält kein anderer Tierpark Panda-Bären.

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Vom 07. Juli 2017 bis zum 08. Juli 2017 fand in Hamburg der G20-Gipfel statt. Die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrienationen und Schwellenländer versammelten sich und sprachen über Freihandel, Klimaschutz etc. Dazu gehören USA, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Italien, Japan, Kanada, Russland, China, Brasilien, Indien, Indonesien, Argentinien, Mexiko, Südafrika, Australien, Südkorea, Saudi-Arabien, die Türkei, die Europäische Union.
Mehrere Tausend Menschen reisten nach Hamburg, um zu protestieren. Unter ihnen auch Linksautonome. Dabei kam es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei.
In der Nacht zum 08. Juli 2017 gab es die schwersten Ausschreitungen im Hamburger Schanzenviertel. Es kam zu Krawallen, Autos wurden angezündet, Geschäfte wurden geplündert. Die Autonomen bewaffneten sich mit Swillen, klettern auf Dächer und legten sich dort Steine zurecht. Die Polizisten gingen mit Wasserwerfern und Pfefferspray gegen die Randalierenden vor. Unterstützt wurden sie von schwer bewaffneten Polizeikräften des Sondereinsatzkommandos. Mehrere Polizisten wurden dabei verletzt.
Es gab jedoch auch friedliche Proteste. Diese wurden jedoch, genauso wie das politische Ereignis, durch die Krawalle überschattet. Im Zuge dessen wurden Stimmen laut, dass es eine Fehlentscheidung war, den G20-Gipfel in Hamburg auszutragen.
In der Abschluss-Pressekonferenz am 08. Juli 2017 dankte Merkel den Polizeikräften und sagte: „Die entfesselte Gewalt und ungehemmte Brutalität, auf die die Polizei in diesen Tagen des G20-Gipfels immer wieder getroffen ist, verurteile ich auf das Schärfste“. Die Opfer sollen entschädigt werden. Zu dem G20-Gipfel sagte sie mitunter: „Wir haben in einigen Bereichen durchaus gute Ergebnisse erzielt.“

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Am 08. Juli 2017 wäre die Bildhauerin und Grafikerin Käthe Kollwitz 150 Jahre alt geworden. Sie wurde 1867 geboren und lebte mehr als 50 Jahr in Berlin. Mit ihrer Kunst wollte sie die sozialen Bedingungen zeigen, unter denen die Arbeiterschaft im 20. Jahrhundert lebte. Sie stellte dar, was Armut, Arbeitslosigkeit, Suff und Krankheit aus dem Menschen machten. Nachdem ihr Sohn beim Ersten Weltkrieg ums Leben kam, wollte sie mit ihrer Kunst für eine friedlichere Welt kämpfen. Als die Nationalsozialisten an die Macht kamen, bekam sie ein Ausstellungsverbot. Sie lebte ab dieser Zeit sehr zurückgezogen. Am 22. April 1945 starb sie mit 77 Jahren in Moritzburg, Sachsen. Ein Bewunderer ihrer sozialkritischen Kunst hatte ihr dort Zuflucht gewährt.

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Das waren die #ThemenDerWoche. Wir sind gespannt was uns die nächsten Tage erwartet und stellen für euch nächste Woche Sonntag wieder einen kleinen Wochenrückblick zusammen.

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