#ThemenDerWoche 24.04.2017 – 30.04.2017

29. April 2017

Diese Woche ist wieder einiges passiert. Wir geben euch hier einen kleinen Überblick über ausgewählte Ereignisse, die uns in den letzten Tagen beschäftigt haben.

Am 24. April 2017 gab es die Ergebnisse der Wahl in Frankreich. Gewonnen haben der liberale, frühere Wirtschaftsminister Emmanuel Macron und die rechtsextreme Front-National-Kandidatin Marine Le Pen. Beide treten in einer Stichwahl um das Präsidentenamt am 07. Mai 2017 an.
Zeitweise lieferten sich beide ein knappes Rennen. Bei einer Auszählung von 97 Prozent der Stimmen lag Macron mit 23,86 Prozent vorne, dahinter lag Le Pen mit 21,43 Prozent. Danach folgten der konservative Kandidat Francois Fillon mit 19,94 Prozent und der Linkspolitiker Jean-Luc-Mélenchon mit 19,62 Prozent.
Insgesamt waren circa 47 Millionen Franzosen wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 80 Prozent.

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Am 25. April 2017 reiste Ivanka Trump, die Tochter und Assistentin des US-Präsidenten Donald Trump, nach Berlin. Sie war zur Gast beim Internationalen Frauengipfel „Women20 Summit“. Das Thema der Veranstaltung war die Stärkung der Frauen. Außerdem nahmen die niederländische Königin Máxime, die kanadische Außenministerin Chrystia Freeland, die Chefin des Internationalen Währungsfonds Christine Lagarde, die Vizichefin der Weltbank Anne M. Finucane und die Präsidentin der Trumpf GmbH Nicola Leibinger-Kammüller, teil. Die US-Medien berichteten vor allem über einen bestimmten Vorfall während des Treffens. Ivanka Trump verteidigte ihren Vater Donald Trump, der in der Vergangenheit durch abschätzige Kommentare über Frauen kritisiert wurde.
Sie sagte, dass er eine positive Haltung über Frauen habe und ihre Rolle in der Arbeitswelt schätze. Daraufhin ging ein Aufstöhnen durch den Saal.
Laut der dpa soll es keine Buh-Rufe gegeben haben, die US-Medien jedoch, berichten von Buh-Rufen beim Treffen.

Die 35-Jährige informierte sich außerdem bei Siemens über die duale Ausbildung in Deutschland.

Am Nachmittag besuchte sie das Holocaust-Mahnmal.

Am 26. April 2017 reiste sie vom Flughafen Tegel wieder ab.

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Am 26. April 2017 tauchte die NASA-Raumsonde „Cassini“ in die bisher noch unerforschte Zone zwischen den Planeten Saturn und seinen inneren Ringen. 2004 gelang die 1997 gestartete Sonde in die Umlaufbahn des Planeten.
Am 22. April 2017 flog der 6,40 Meter lange und 4,00 Meter breite Flugkörper sehr nah an dem Saturn-Mond Titan vorbei. Durch dessen Anziehungskraft veränderter sich die Laufbahn von „Cassini“ und er wurde in die Lücke zwischen den Saturn und seinen Ringen hineingelenkt.
Als sich die Sonde dem Saturn so stark nährte wie nie zuvor, brach der Kontakt zur Kontrollstation auf der Erde planmäßig ab. Als sie sich nach 24 Stunden wieder weiter vom Gasplaneten entfernte, konnte der Kontakt wiederhergestellt werden.

Die Ringe sind Tausende Kilometer breit, aber nur neun bis 90 Meter Dick. Der Abstand zwischen dem Planeten und seinen Ringen beträgt circa 2400 Kilometer.
Ganze 22-mal, soll die Sonde diese Lücke durchfliegen. „Noch nie ist ein Raumschiff durch diese einzigartige Region geflogen, die wir kühn gleich 22-mal durchqueren wollen“, sagte NASA-Manager Thomas Zurbuchen. „Was wir von ‚Cassinis’ wagemutigen abschließenden Umkreisungen lernen werden, wird unser Verständnis davon verbessern, wie sich gigantische Planeten und Planetensysteme formieren und entstehen.“
Beim Durchqueren soll die Struktur des Saturns und seiner Ringe näher untersucht werden.
Im September soll die Sonde kontrolliert in den Planeten stürzen. Dann wäre die circa 3,2 Milliarden Dollar teure Mission der NASA, des europäischen Raumfahrtagentur Esa und italienischen Raumfahragentur beendet.

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In dieser Woche wurde viel über ein Experiment diskutiert.
US-Forscher haben acht Lämmer nach 105 bis 120 Tagen Tragzeit per Kaiserschnitt geboren. Dann schlossen die Forscher die Nabelschnur der Lämmer über eine Kanüle an eine künstliche Plazenta an. Die Lämmer kamen in einen Beutel, eine künstliche Gebärmutter, den sogenannten Biobag. Diese ist mit künstlichem Fruchtwasser gefüllt, das ständig ausgetauscht wird. „Fötale Lungen sind dafür gemacht, in Flüssigkeit zu funktionieren“, erläuterte Mitautor Marcus Davey.
„Wir simulieren diese Umgebung und erlauben den Lungen und anderen Organen, sich zu entwickeln, während wir Nährstoffe und Wachstumsfaktoren bereitstellen.“
Vier Wochen lang waren die Lämmer in dem Biobag. Dann musste das Experiment aus Tierschutzgründen abgebrochen werden.
Die Tiere wuchsen heran, öffneten die Augen, die Lunge entfaltete sich und das Gehirn reifte normal.
Jedoch wurden möglichen Entwicklungsstörungen, die durch das Heranwachsen im Biobag entstehen können, nicht erforscht.
Der Versuch lässt sich nicht unmittelbar auf menschliche Frühchen übertragen, sagten die Forscher. Außerdem arbeiten sie daran, die Bedingungen für die Frühgeborenen zu verbessern, nicht die Überlebensmöglichkeit für immer kleinere Frühchen zu entwickeln.

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Am 28. April 2017 wurde der Deutsche Filmpreis, die Lola, im Berliner Palais am Funkturm verliehen. Über 1800 Mitglieder der Deutschen Filmakademie haben abgestimmt. Die Schauspielerin Jasmin Tabatabai hatte die Gala am Abend moderiert. Der Film „Toni Erdmann“ räumte die meisten Preise ab. Die Macher und Darsteller waren in sechs Kategorien nominiert und haben diese sechs auch gewonnen.
Der Deutsche Filmpreis, die Lola, gilt als die renommierteste Auszeichnung für den Deutschen Film.

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Das waren die #ThemenDerWoche. Wir sind gespannt was uns die nächsten Tage erwartet und stellen für euch nächste Woche Sonntag wieder einen kleinen Wochenrückblick zusammen.

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