Das DDR-Museum Berlin – Geschichte zum Anfassen

Gegenüber vom Dom an der Spree befindet sich das „DDR-Museum“ in Berlin. Dieses Jahr feiert es bereits seinen zehnten Geburtstag. Mit 500.000 Besuchern jährlich scheint es die Menschen nur so anzuziehen. Wir haben es für euch entdeckt und uns durch eine Zeitreise in die Vergangenheit begeben.

Schon vor dem Eingang des Museums tummeln sich die Touristen, überall sind andere Sprachen zu hören. Es ist auch nicht verwunderlich, denn was die meisten Menschen für einen Städtetrip nach Berlin zieht, ist die Geschichte dieser Stadt. Dazu zählt vor allem die Mauer, welche über 28 Jahre diese Stadt teilte und zwei Staaten aus ihr machte. Einer davon existiert nun schon ein viertel Jahrhundert nicht mehr. Doch wenn man das Museum betritt, hat man das Gefühl durch ein Zeitfenster in die DDR gestiegen zu sein.

Das Museum ist sehr interaktiv gestaltet und lässt sich mit keinem anderen Geschichtsmuseum vergleichen. Überall eine Schublade oder ein Schrank, den man öffnen kann. Dahinter verbergen sich echte Schätze. Es gibt viele originale Lebensmittel, Kleidung oder Fotos aus DDR-Zeiten zu entdecken.

Hinter den Türen der DDR-Bewohner

Aber das Highlight des Museums sind definitiv die liebevoll gestalteten Räume. Es gibt eine ganze Wohnung zu entdecken. Wir stöberten Ewigkeiten in den Küchenschränken oder etwa im Badezimmerschrank, und zappten uns durch das original DDR-Fernsehprogramm im Wohnzimmer. Es wurde an jedes Detail gedacht, ob ein Modern-Talking-Poster an der Wand im Jugendzimmer oder die Aussicht auf die typischen Plattenbauten aus den Fenstern.

Doch neben den eher unterhaltenden Dingen kann man auch eine Menge über den ernsteren Teil der Geschichte der DDR lernen. Etwa wie ein Verhör in einem Stasigefängnis ablief oder wie die Todeszone um die Mauer herum aufgebaut war.

Trotz der vielen ausländischen Touristen treffen wir auch Einheimische an. Wir treffen eine Frau, die ihrer Tochter die Welt zeigen möchte, in der sie aufgewachsen ist. „Für mich ist es eine interessante Reise in meine Vergangenheit und für meine Tochter spannend zu sehen, wie ich gelebt habe.“ Alles in allem findet sie das Museum sehr authentisch gestaltet.

Wer normale Geschichtsmuseen langweilig findet, der sollte wirklich mal im „DDR-Museum“ in Berlin vorbeischauen. Schulklassen und Gruppen können hier auch zwischen zahlreichen Bildungsangeboten wie Führungen, Workshops und Zeitzeugengesprächen wählen.

 

Adresse
Karl-Liebknecht-Straße 1, 10178 Berlin
Öffnungszeiten
Montag – Sonntag: 10-20Uhr, Samstag: 10-22Uhr
Website

 

Geschrieben von
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