#DieGuteNachricht – Ein Herz für’s Great Barrier Reef

Ein Herz für's Great Barrier Reef (Foto: Pixabay.com)

Das Great Barrier Reef gehört neben Sydney, dem Ayers Rock und den unendlichen Stränden zum absoluten Pflichtprogramm in Australien. Nicht nur für das Work and Travel nach dem Schulabschluss.

Seit 18 Millionen Jahren liegt das Korallenriff, das ungefähr so groß wie Deutschland ist, vor der Küste des Kontinents. Und dabei ist es in den letzten 30 Jahren um etwa die Hälfte geschrumpft. Aber Hilfe naht: Drei Schritte sollen den dauerhaften Erfolg bringen. Korallenlaich von gesunden Flächen des Riffs wird gesammelt. In Laboren wird der Laich geschützt aufgezogen bis Larven geschlüpft sind. Dann werden die über eine Million Korallenlarven in schon abgestorbene Gebiete sozusagen transplantiert und können dort weiterwachsen. Fast ein dreiviertel Jahr nach der Transplantation ist nun klar, dass etwa 100 Korallen in ihren neuen Lebensräumen Platz finden konnten und dort dauerhaft leben, wachsen und sich vermehren können.

Nicht nur für das Great Barrier Reef ist das ein enormer Fortschritt. Auch global betrachtet, bedeutet das die Möglichkeit zur Rettung aller Korallenriffe.

Das Umsiedeln der jungen Korallen bezeichnete die Vorsitzende der Great Barrier Reef Foundation Anna Marsden als

einen großen Sprung vorwärts für das Riff und den Korralenschutz weltweit.

Die Hauptursache des Korallensterbens in Australien ist der Klimawandel und seine Folgen. Temperaturunterschiede des Wassers greifen die empfindlichen Nesseltiere an und sorgen dafür, dass an manchen Stellen zum Teil schon über 90% abgestorben sind.

In anderen Regionen, wie den Philippinen, werden viele Teile durch aggressives Fischereiverhalten zerstört. Durch Sprengungen und Giftfischerei werden Areale dauerhaft beschädigt und das Riff selbst und seine Bewohner vergiftet. Durch die neue Methode können solche Schäden auf lange Sicht wieder beseitigt werden und im besten Fall sind die ursprünglichen Zustände vielleicht sogar wieder herstellbar.

Seit 1981 gehört das Riffsystem zum UNESCO Weltkulturerbe

Die Grundvoraussetzungen zur Rettung sind also gegeben. Die Fischerei ist stark eingegrenzt und die Wissenschaft tut den Rest. Dann muss man ja nur noch den Klimawandel stoppen.

Und warum nicht nach dem Abi ein halbes Jahr mal ein bisschen Kulturerbe retten, anstatt im Outback Felder umzugraben?

Geschrieben von
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