#DieGuteNachricht – Advent, Advent

Das erste Lichtlein brennt (Foto: pixabay.com)

Ob nun die gute Nachricht hierbei ist, dass es nur noch drei Wochen bis Weihnachten sind oder, dass ein Ende des ganzen Feiertagsstresses in Sicht ist. Das ist jedem selbst überlassen. Aber schönen ersten Advent euch allen!

Seit Wochen schleichen sich immer mehr Schokoweihnachtsmänner ins Alltagsleben. Und jetzt dieser Advent. Es scheint, wie eine aufgezwungene Besinnlichkeit. Aber es ist in keiner Weise entspannend. Neben den Weihnachtsgeschenken müssen auch noch Kalender und Kränze für die Zeit davor her, aber warum eigentlich? Und auf was soll man sich überhaupt besinnen?

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit

Die Adventszeit ist die Zeit der Ankunft, wenn man es aus dem Lateinischen übersetzt. Anscheinend merkt man also auch bei einer jungfräulichen Schwangerschaft zumindest vier Wochen vorher, dass da was passieren wird.

Im Mittelalter glaubte man, die Welt habe vor Christi Geburt lediglich 4000 Jahre lang bestanden. Um die Zahl vier wiederverwerten zu können, aber nicht mehrere Tausend Jahre aufs Fest – und die Geschenke – warten zu müssen, reichten dann vier Wochen in Erwartung aufs Christkind.

Allerdings war diese Zeit damals nicht von Lebkuchen und Spekulatius geprägt, sondern von Fasten. Sowas scheinen alle Religionen leidenschaftlich gern zu tun. Der Verzicht bis der Erlöser kommt. Da ist der Adventskalender dann doch ein bisschen gütiger.

Was heute manchmal in regelrechte Bastelwettbewerbe ausartet, war früher eine einfache Möglichkeit, Kindern die Zeit bis zur Bescherung greifbarer zu machen. Anstatt täglicher Süßigkeiten und kleiner Geschenke, gab es damals lediglich 24 Striche am Türrahmen, die einer nach dem anderen weggewischt wurden. Aber da gab es ja auch noch keine Shoppingmalls und Black Fridays, die auch von Weihnachten leben müssen.

Ein Lichtlein brennt

Obligatorisch für die Wartezeit ist auch ein Adventskranz. Womit soll man auch sonst die besinnliche und romantische Stimmung zustande bringen? Spätestens ab Dezember lösen Kerzen Deckenbeleuchtung ab.

Aber auch dieser Brauch hat natürlich eine Bedeutung, die sich in der Bibel wiederfinden lässt. Mit Jesus kommt das Licht der Welt zu uns. Also immer schön mit Kerzen mehr Licht machen. Oder den jährlichen Stromverbrauch einer Kleinstadt in Lichterkettenbeleuchtung im Vorgarten stecken. Jeder, wie er will.

Zu guter Letzt bringt uns der Advent auch die Eröffnung sämtlicher Weihnachtsmärkte, auf denen man sich dann mit 1000 anderen Menschen alle möglichen nötigen oder unnötigen Sachen kaufen kann, von denen man genau weiß, dass keiner sie jemals brauchen wird.

Lasst uns doch einfach auf’s Christkind – oder an was man sonst noch so glaubt – warten und bis dahin noch ein bisschen entspannen.

Glühwein hilft.

 

 

Geschrieben von
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